Vor genau einem Jahr habe ich den ersten und letzten Wochenrückblick von 2025 geschrieben. Jetzt versuche ich es erneut. Diesmal jedoch relativ zwanglos. Wenn ich keine Lust habe oder nichts besonderes zu berichten ist, fällt er halt aus.
Digitale Entrümpelung
Es sind gut vier Tage vergangen, seit ich mit meiner digitalen Entrümpleung begonnen habe. Es ist erstaunlich, wie viele Gedanken mir durch den Kopf gehen, wenn ich nicht von Gedanken anderer abgelenkt bin. Ein netter Nebeneffekt ist, dass ich viel mehr „analoge“ Arbeit erledigt bekomme, weil ich nicht noch dieses eine Video schauen möchte.
Am Samstag war ich mit den Kindern in einem Indoor-Spielplatz. Da ich konsequenterweise alle Apps von meinem Smartphone entfernt hatte, blieb mir auch dort nichts anderes übrig, als mich mit dem Moment zu beschäftigen. Glücklicherweise hatte ich einen kleinen Notizblock und einen Kugelschreiber dabei, da mir auch dort allerhand durch den Kopf rauschte.
Interessant war es, die andere Elternteile zu beobachten. Schätzungsweise 90 % war mit dem Smartphone beschäftigt. Es wurden Fotos für Statusmeldungen gemacht (was man an der Art der Fotos erkennen konnte), Text- und Sprachnachrichten geschrieben und abgehört. Am bemerksenswertesten fand ich die Situation, als ein Vater mit seinem Kind im Bällebad war und dort, in den bunten Bällen sitzend, am Handy rumspielte, während sein Kind versuchte mit ihm zusammen zu spielen.
Ich habe es genossen meine Kinder beim spielen zu beobachten und konnte es mir dann auch nicht nehmen lassen in den Kletterturm zu steigen und auch mal die lange Rutsch auszuprobieren.
Nicht unerwähnt möchte ich aber auch die ca. 10 % der Eltern lassen, die sich wirklich ausgiebig mit ihren Kindern beschäftigt haben. Dort werden wahrscheinlich die Kinder die Eltern ins Bett gebracht haben.
The Big Five for Life
Zu Weihnachten hatte ich noch das Buch The Big Five for Life gewünscht und geschenkt bekommen. Der Plan war, dass ich dieses Buch während meiner digitalen Entrümpelung lesen wollte. Ich bin schon fertig.
Das Buch liest sich wie ein Ratgeber für Führungskräfte und hat einen sehr starken Bezug auf die Arbeit (was auch irgendwie so auf dem Buchrücken stand). Viele Dinge können aber auch auf das Privatleben angewendet werden. Wobei ich mittlerweile auf dem Standpunkt bin, dass es eigentlich keinen Unterschied zwischen Arbeitszeit und Lebenszeit gibt. Beides ist Lebenszeit und beeinflusst sich auch gegenseitig.
Seitdem bin ich auf der Suche nach meinen big five for life. Dazu habe ich in meinem Bullet Joural eine Kollektion (also eine Doppelseite) angelegt und sammle dort munter Schlagworte oder kleinere Sätze, die zu meinen big five werden könnten. Fertig bin ich noch nicht, aber ein paar Dinge scheinen sich schon jetzt abzusetzen.
Es wurde auch nirgends gesagt, dass es leicht sein würde.